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ATX vs. DAX: Dividenden im Vergleich

Von Redaktion dividendenkalender.at · Aktualisiert am 19.06.2026

ATX vs. DAX: Dividenden im Vergleich

Der österreichische ATX und der deutsche DAX werden oft in einem Atemzug genannt – bei Dividenden unterscheiden sie sich aber deutlich. Wer als Anleger zwischen Wien und Frankfurt wählt, sollte Rendite, Branchenmix, Auszahlungsrhythmus und Steuern kennen.

Merkmal ATX (Österreich) DAX (Deutschland)
Dividendenrendite (Ø)historisch höher (oft ~3,5–4,5 %)meist niedriger (oft ~2,5–3,5 %)
Branchen-SchwerpunktBanken, Versicherer, Versorger, Industriebreiter: Auto, Software, Pharma, Industrie
Anzahl Werte2040
Auszahlungsrhythmusjährlich (HV-Saison Apr.–Jun.)jährlich (HV-Saison Apr.–Jun.)
Steuer für AT-Anleger27,5 % KESt, direkt einbehalten26,375 % dt. Quellensteuer, davon 15 % anrechenbar

Warum der ATX bei der Rendite vorn liegt

Der ATX ist ein vergleichsweise „alter Ökonomie"-Index: Banken, Versicherer, Versorger und Industriewerte dominieren. Diese Unternehmen wachsen langsamer, werfen aber stabile Cashflows ab und schütten traditionell einen hohen Anteil aus. Der DAX enthält dagegen mehr wachstumsorientierte Werte (Technologie, Software), die Gewinne eher reinvestieren als ausschütten – das drückt die durchschnittliche Rendite.

Der Steuer-Vorteil heimischer Aktien

Für österreichische Anleger sind ATX-Werte steuerlich am einfachsten: Es greift direkt die KESt von 27,5 Prozent, die das inländische Depot automatisch abführt – fertig. Bei deutschen Aktien kommt die deutsche Quellensteuer dazu; ein Teil wird angerechnet, der Rest muss zurückgefordert werden. Das kostet zwar keine Rendite, aber etwas Aufwand. Details dazu im Beitrag zur KESt und Quellensteuer.

Fazit

Wer auf laufendes Einkommen setzt, findet im ATX überdurchschnittlich viele renditestarke Zahler – und das ohne Quellensteuer-Bürokratie. Der DAX punktet dafür mit breiterer Streuung über Branchen. Für ein Dividendendepot lassen sich beide gut kombinieren; den Einstieg in die Auswahl erleichtert unsere Dividendenstrategie für Einsteiger.

Häufige Fragen

Hat der ATX eine höhere Dividendenrendite als der DAX?

Im langjährigen Schnitt ja. Der ATX ist stark von Banken, Versicherern, Versorgern und Industrie geprägt – Branchen, die einen großen Teil ihres Gewinns ausschütten. Die durchschnittliche ATX-Dividendenrendite liegt damit meist spürbar über jener des DAX.

Wann zahlen ATX- und DAX-Unternehmen ihre Dividende?

In beiden Indizes ist die jährliche Ausschüttung üblich, gebündelt in der Hauptversammlungs-Saison von April bis Juni. Anders als in den USA sind Quartalsdividenden in Österreich und Deutschland die Ausnahme.

Wie werden deutsche Aktien für österreichische Anleger besteuert?

Deutschland behält rund 26,375 Prozent Quellensteuer ein. Davon werden 15 Prozent auf die österreichische KESt (27,5 Prozent) angerechnet, der Rest kann in Deutschland zurückgefordert werden. Bei ATX-Aktien entfällt dieser Umweg – es greift direkt die österreichische KESt.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Angaben ohne Gewähr.